Beim Telekom Pilotprojekt gelingt Soulie B. der schrittweise Berufseinstieg


Seit drei Jahren lebt Soulie B. jetzt in Deutschland. Um dem Bürgerkrieg in Syrien zu entkommen, machte sie sich eines Morgens ganz früh auf den Weg – ohne sich von ihren Eltern zu verabschieden, denn das wäre ihr zu schwer gefallen. Bei der Deutschen Telekom fand sie nicht nur eine berufliche Perspektive, sondern auch ein wenig Familienersatz. „Die Leute sind sehr nett zu mir und eigentlich habe ich hier eine neue Familie kennengelernt“, berichtet sie. Im Kundenservice des Unternehmens pflegt und analysiert die junge Syrerin unter anderem Daten, beantwortet Nachfragen und bearbeitet Reklamationen. Möglich wurde ihre Tätigkeit bei der Telekom durch das Pilotprojekt „Praktikum PLUS Direkteinstieg“, das der Konzern gemeinsam mit der Deutschen Post DHL Group, Henkel und der Bundesagentur für Arbeit aufgesetzt hat. Durch das zweieinhalb Jahre dauernde Programm wird Flüchtlingen ein Einstieg in das Berufsleben ermöglicht – mit einer schrittweisen Steigerung der Verantwortung über drei Phasen hinweg. „Das ist wichtig, denn viele Flüchtlinge haben oft noch Sprachkurse zu absolvieren und verschiedene andere Dinge zu regeln, wie bürokratische Angelegenheiten oder Wohnungssuche“, erläutert Barbara Costanzo, Vice President Group Social Engagement bei der Deutschen Telekom und Projektverantwortliche. Auch für Soulie B. war der Neuanfang nicht immer leicht. Doch ihre neuen Kollegen haben ihr sowohl beim Umgang mit den IT-Systemen als auch beim Verbessern ihrer Deutschkenntnisse intensiv geholfen. „Ich bin sehr dankbar für diese Chance“, sagt die Syrerin.