Für Klöckner & Co. ist Rami R. ein echtes Geschenk


Rami R. musste mitansehen, wie die frühere Wirtschaftsmetropole Aleppo, in der er Informatik studierte, zunehmend zerstört wurde. Er wagte die Flucht und kam 2015 nach Deutschland. Hier konnte er allerdings sein Studium nicht sofort fortsetzen, denn er sprach kaum Deutsch. Die „ReDi School“ bot ihm eine Weiterbildungsmöglichkeit, die speziell auf Technik- und IT-begeistere Flüchtlinge zugeschnitten ist. Auf diese Weise wurde Klöckner & Co. auf das IT-Talent aufmerksam. Denn das Unternehmen, das mit Kloeckner.i eine digitale Serviceplattform für den Stahlhandel aufbaut, unterstützt die gemeinnützige Schule als Sponsor. Und so kümmert sich der 22-Jährige heute als festangestellter Junior-Qualitätsmanager um die digitalen Prozesse der neuen Plattform. Der hochmotivierte junge Mann ist in Zeiten des Fachkräftemangels, in denen aktuell über 51.000 Stellen im IT-Bereich unbesetzt sind, für Klöckner ein echtes Geschenk. Inzwischen hat er auch seine Deutschkenntnisse so enorm verbessert, dass keiner mehr glauben will, dass er sich erst seit kurzem mit der Sprache beschäftigt. In seiner Freizeit trifft er sich gerne mit neuen Freunden und Kollegen. Denn soziale Kontakte zu knüpfen, gehört für ihn zum Ankommen in seiner neuen Heimat dazu. Auch für seine Zukunft nach Abschluss des Asylverfahrens hat Rami R. schon Pläne: Er will mit Kloeckner.i die Digitalisierung des Stahlhandel weiter vorantreiben und, wenn es seine Arbeit erlaubt, auch sein Studium wieder aufnehmen.